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Um von Sterzing auf direktem Wege nach Meran zu kommen, muss man nicht das Asphaltband der Jaufenpassstraße befahren. Es wissen nur die wenigsten, dass es gleich zwei sehr schöne und weitgehend verkehrsfreie Alternativen gibt. Die eine ist die Auffahrt durchs Jaufental, (welche unter MAX410/411 näher beschrieben wird) und die andere ist die Auffahrt durchs Ratschingstal und über den Rinner Sattel.

Sicher, es ist einfacher und fahrtechnisch weniger anspruchsvoll, 1150 Höhenmeter auf einer breiten Teerstraße zu bewältigen. Aber wenn der Preis dafür ist, dass man sich etwa 2 Stunden lang über Autoverkehr und Motorradfahrer ärgern muss, die in den sehr vielen Kehren ihre genetische Verwandschaft zu Valentino Rossi suchen, dann zieht manch einer vielleicht doch weniger gut ausgebaute Strecken mit vor allem weniger Verkehr in Betracht.

Unsere Strecke führt von Sterzing zunächst ins Ridnauntal, später ins Ratschingstal und dann ab Bichl bergwärts ins Almengebiet von Kalcheralm, Rinneralm und Landleralm. Der Übergang ins Burggrafenamt vollzieht sich am Rinner Sattel auf 2030 m, mit einer kurzen Schiebepassage auf einer hochmoorartigen Heidekrautalm mit einigen pittoresken kleinen Bergseen. 600 Höhenmeter auf 5 km aus dem Talboden bei Bichl bis zur Rinneralm-Gaststätte und weitere 150 Hm bis zum Sattel hören sich außerdem deutlich weniger abschreckend an, als die Vorstellung, 17 km lang auf der Jaufenpassstraße Auspuffabgase einatmen zu müssen.

Aber der Reihe nach: Wer flussbegleitende Taltrails über Wurzelstrecken mag, für den lohnt es sich, ab Sterzing nicht den offiziellen Radweg ins Ridnauntal zu nehmen. Besser ist es, zunächst den Radweg Richtung Brixen einzuschlagen, dann aber die große Autobahn-Mautstelle zu unterqueren (Kopf einziehen!) und auf der anderen Seite rechts Richtung Gasteig abzuzweigen. Am Gewerbegebiet mit Autohof, wo man die Straße nach Elzenbaum gerade quert, hält man sich weiter Richtung Gasteig. Nach wenigen Metern zweigt rechts ein breiter Weg in die Aue ab, die nun immer nah am Waldrand verläuft. Ein kurzer Aufschwung, eine Kapelle, ein Waldtrail und eine flotte Abfahrt und schon ist man in Gasteig, wo man die Jaufenpassstraße beim Abzweig ins Jaufental quert. Man quert auch die Straße nach Stange und Mareit und hält sich nun Richtung Ridnaunbach. Ohne einen GPS-Track auf dem Navigationsgerät wird man nun automatisch auf dem Radweg landen, der links flussaufwärts Richtung Mareit führt. Besser aber ist es, den Track auf dem Gerät möglichst groß heraus zu zoomen, damit man den schönen Waldtrail nicht verpasst, der bei den letzten Häusern von Gasteig linkerhand beginnt und parallel zu Fluss und Radweg ebenfalls nach Westen führt. Später nimmt einen der geschotterte Radweg dann doch auf, passiert Kunst in der flussnahen Landschaft und führt auf eine Holzbrücke zu. Auf dieser überquert man den Ridnaunbach und zweigt anschließend links auf den geteerten offiziellen Radweg nach Mareit ab. Wer vom Wurzeltrailspaß noch nicht genug hat, kann nach 200 m das geteerte Band wieder rechts auf einen Trail verlassen und parallel zum Radweg bergwärts fahren. Es soll allerdings nicht verschwiegen werden, dass dieser Weg stark mit Wurzeln durchzogen ist und leicht bergauf führt. Wer sein Bike flott laufen lässt, bekommt jedoch keine Probleme – der Trail ist insgesamt sehr gut zu fahren. Wieder gelangt man zurück auf den Radweg und auf diesem nun nach Mareit, wo in dem auffällig thronenden Schloß Wolfsthurn das Südtiroler Jagdmuseum untergebracht ist.

Man wechselt in Mareit die Flußseite und fährt wieder talauswärts Richtung Pardaun, das man über eine ansteigende, nahezu verkehrsfreie Nebenstraße erreicht. In Pardaun hält man sich rechts und fährt nun neben der Straße taleinwärts ins Ratschingstal auf einem Forstweg bis nach Bichl. In Bichl überquert man die Talstraße, hält sich Richtung Talstation der Seilbahn, wo linkerhand die 5 km lange Auffahrt hinauf zur Bergstation beginnt. Etwa 1,4 km geht es auf einer Teerstraße Richtung Blosegg bergan, ehe man diese linkerhand für den geschotterten Rodelweg verlässt. Nunmehr immer dem steilen Rodelweg bis zur Bergstation folgen. Oben angekommen hält man sich links (östlich), passiert das Bergrestaurant Rinner Alm (1820 m) und gelangt in wenigen Minuten hinter einem Speichersee für die winterliche Schneeerzeugung zur gleichnamigen Almgaststätte (1890 m). Hier bietet sich eine Pause an. Das Schlußstück von der Almgaststätte über die Weiden hinauf zum Rinner Sattel ist offenes Grasgelände mit mehr oder weniger gut erhaltenen Wander- und Karrenwegen (13B). Ein großer Teil der restlichen 150 Höhenmeter kann bergauf fahrend bewältigt werden, kürzere Rampen müssen geschoben werden. In weniger als 30 Minuten ab der Alm hat man den höchsten Punkt erreicht. Die hochmoorartige Landschaft mit den kleinen Bergseen übt einen einsamen, ganz zauberhaften Reiz aus. Das erscheint umso verblüffender, weiß man doch um die nahe Paßstraße, die keinen Kilometer Luftlinie von hier entfernt liegt.

Die ersten hundert Meter Abfahrt verlaufen auf Wiesentrails bis zu einer Schotterstraße zur Fleckneralm. Diese lässt man rechts liegen und fährt nun linkerhand am Wanderparkplatz vorbei Richtung Paßstraße, die man an der Römerkehre erreicht. Man folgt der Paßstraße rechts bergab für 1 km und verlässt sie beim Abzweig rechts zur Jaufenalm. Hier gilt es, eine Entscheidung zu treffen für die Abfahrt. Die Abfahrt auf dem Wanderweg 17 ist herausfordernd und stellenweise anspruchsvoll, manch kurze Passage ist verblockt und sollte geschoben werden. In Summe kann aber der größte Teil der 500 Höhenmeter hinunter nach Walten gefahren werden, wenn man fahrsicher in Trails ist. Die Alternative bergab ist die Paßstraße, auf der man deutlich schneller ist. Der Wanderweg nötigt zum langsamen und technisch sauberen Fahren, daher wird man darin mehr Zeit verbringen. Der Wanderweg streift die Paßstraße noch zweimal in deren Linkskehren auf 1750 m und 1530 m. Beide Stellen bieten die Möglichkeit zum Ausstieg aus dem Trail. Ab der Kehre bei 1530 m kann man weiter dem WW17 folgen, die schönere Variante ist allerdings der WW18A, der zunächst parallel zur Straße in nahezu direkter Falllinie Richtung Innerwalten zieht. Ein kurzes Stück über hohe Stufen am Ende ist unfahrbar, ehe uns der Weg beim Jägerhof (1430 m) wieder auf die Straße ausspuckt. Wir befahren nun die Paßstraße links für etwa 200 m bergwärts bis zum Gasthof Innerwalten (1440 m) wo wir rechts abbiegen, um im Waltental die Talseite (1400 m) zu wechseln. Dieser Kniff bringt uns völlig verkehrsfrei hinunter ins Tal nach St. Leonhard (735 m). In St. Leonhard beginnt der geschotterte Radweg entlang der Passer bis nach Meran. Wegen des Gefälles von etwa 400 Höhenmetern sind die 20 Kilometer in weniger als einer Stunde bewältigt und man hat dabei noch das Gefühl, gemütlich gefahren zu sein.

Für Meran als Übernachtungsort spricht vor allem das Angebot an Unterkünften, Gaststätten, Lokalen, das mediterrane Flair der Kurstadt, die Therme und das Sehen- und Gesehen-Werden unter den Lauben. Man muss selbst entscheiden, ob man in diese zugegebenermaßen anziehende Atmosphäre eintauchen möchte, oder doch lieber noch zusätzliche 9 Kilometer auf flachen Radwegen bis ins wesentlich stillere Winzerdörfchen Lana zurücklegt.

Fazit: Mit dem Jaufenpass ist ein hoher Alpenübergang ins Burggrafenamt zu überwinden, dank unbekannter Nebenwege in Ratschings- oder Jaufental weitgehend verkehrsfrei. Eine gute Fahrtechnik vorausgesetzt, kann man die längste Abfahrt am Stück auf dieser Alpenüberquerung fast komplett auf Wanderwegen bewältigen, oder auf der Paßstraße. Der Radweg entlang der Passer ist nur noch gemütliches Ausrollen bis Meran oder Lana.

Mit der Seilbahn zur Rinner Alm kann man im Ratschingstal (Bichl) 600 Höhenmeter einsparen. Einkehrmöglichkeiten auf der Rinneralm (Bergrestaurant oder Almgaststätte – heißen beide gleich, sind aber nicht am selben Platz!), Jaufenalm, Innerwalten und St. Leonhard.

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